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Ferrari 575 Superamerica

Fujimi 1:24

Das Original

Die USA sind seit 50 Jahren Ferraris Absatzmarkt Nummer 1. Grund genug, das neueste Pferd im Stall anlässlich der Weltpremiere am Deroit-Salon 2005 Superamerica zu nennen. Der Name des offenen 575 Maranello ist die Homage an eine treue Kundschaft, aber auch Besinnung auf alte Traditionen, denn der Name Superamerica ist über vier Jahrzehnte alt.

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Der Superamerica ist weder ein gewöhnliches Cabriolet noch ein Targa mit herausnehmbaren Dach. Per Knopfdruck klappt das Glasdach um 180° nach hinten und legt sich flach auf den Kofferraumdeckel. Das was eben noch das Heckfenster eines vollwertigen Coupés war, ist jetzt das Windschott zwischen den ausladenden C-Säulen. Das hat den Vorteil, dass das Gepäckvolumen des Kofferraums unbeeinflusst bleibt. Das Öffnen des Daches dauert gerade einmal zehn Sekunden und ist nur im Stand möglich. Das Dach hat aber noch eine Besonderheit: Es ist aus so genanntem elektrochromatischem Spezialglas gefertigt, das bei Anlegen von elektrischer Spannung seine Lichtdurchlässigkeit verändern kann. Per Knopfdruck kann die Helligkeit im Innenraum in fünf Stellungen von transparent bis opak innerhalb einer Minute verändert werden. Revocromico nennt Ferrari daher die neue Dachkonstruktion.

Der Name Superamerica erinnert an das im Jahr 2004 gefeierte fünfzigjährige Jubiläum des Ferrari-Exports in die USA. Die Bezeichnung Superamerica tauchte bei Ferrari schon in den späten fünfzigerjahren als Modellbezeichnung auf, zunächst für exklusive Einzelstücke, später für verschiedene Serienmodelle, die stets das obere Ende der Ferrari-Modellpalette markierten.

Das Modell

Der Bausatz von Fujimi wurde im Jahr 2006 hergestellt und besteht aus 90 Teilen, davon werden 10 Teile nicht benötigt, da sie entweder aus dem Bausatz des 575 stammen oder für eine rechtsgelenkte Version verwendet werden können. Der Detaillierungsgrad und die Passgenauigkeit der Teile sind gut.

Als Farben verwende ich Tamiya-Farben mit Ausnahme von Silber für welches ich Mithril-Silver (61-55) von Warhammer wähle.

Der Unterboden und die Aufhängungsteile wurden Matt-Schwarz (XF-1) gespritzt. Die Auspuffanlage habe ich mit Mithril-Silver mit dem Pinsel gemalt, weil das Abdecken zu aufwendig wäre. Das Original besitzt gelochte Bremsscheiben, beim Modell sind die Löcher durch eine Prägung nur angedeutet. Mit einem 0,4 mm Bohrer habe ich die Löcher durchgebohrt. Anschliessend wurden die Bremsscheiben mit Mithril-Silver gespritzt. Die Bremszangen wurden zuerst mit Matt-Weiss (XF-2) grundiert und anschliessend Rot (X-7) gespritzt.

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Die Gussteile des Interieurs sind Beige und Schwarz over the counter cialis. Zuerst habe ich die mattschwarzen Flächen des Armaturenbrettes und des Steuerrads gespritzt. Damit die übrigen, beigen Bauteile des Interieurs auf Grund der unterschiedlichen Gussfarben keine Nuancen aufweisen, habe ich diese zuerst Matt-Weiss grundiert und erst nachher Beige (XF-59:1 + XF-2 :2) gespritzt. Die Umfassungen der Lüftungsdüsen habe ich mit Mithril-Silver mit dem Pinsel nachgezogen.

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In der Front- und Heckschürze der Carosserie bestehen je 2 Löcher für die Befestigung der Nummernschilder. Da ich keine Schilder montiere, habe ich aus einem Gussast ein rundes Teil eingepasst mit dem ich die Löcher verschliessen konnte. Mit Tamyia Putty habe ich den Rest zugespachtelt und fein verschliffen. Anschliessend wurden die Schürzen und die Mulden für die Scheinwerfer an der Carosserie befestigt. Die Carosserie wurde auf der Innenseite Matt-Schwarz gespritzt, danach die Aussenseite mit Tamyia-Spray Fine Surface Primer White grundiert und anschliessend Rot gespritzt. Nach dem anbringen der Decals wurde die Carosserie mit Clear (X-22) gespritzt. 

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Danach wurden die Mulden der Auspuff-Endrohre Matt-Schwarz gespritzt und die Rahmen der Fenster mit Semi-Glanz-Schwarz (X-18) mit dem Pinsel nachgezogen. Die Rücklichter wurden auf der Innenseite mit Silber und Aussen mit Klar-Rot (X-27) gemalt.

Vor dem Zusammenbau des Chassis mit der Carosserie wurden die letzten Anbauteile wie Spoilerlippen vorne und hinten, Fenster und Scheinwerferabdeckungen sowie das Glasdach angebracht. Die Ränder des Glasdaches wurden auf der Innenseite mit Semi-Glanz-Schwarz gespritzt, mit dem Pinsel die Bremslichter mit Klar-Rot gemalt und anschliessend mit Silver und Halb-Glanz-Schwarz hinterlegt. Anstelle der Plastic-Teile für die Lüftungsgitter in der Motorhaube und über dem linken Kotflügel wurden feine Netze eingeklebt.  

Das Aufsetzen der Carosserie auf das Chassis ging ganz leicht, d.h. ohne Spannung, vor sich und dabei zeigte es sich, dass eine Toleranz zwischen den Bauteilen besteht. Auch sitzt die Carosserie etwas tief, so dass kaum Raum zwischen dem Hinterrad und dem Radausschnitt bleibt. Aus meiner Sicht liegt das im Toleranzbereich. Das Glasdach lässt sich wie beim Original drehen. Zuletzt wurden noch die Rückspiegel angebracht.

Fazit: Ein schönes Modell eines speziellen Fahrzeuges für die Ferrari-Sammlung.

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Hansueli Keller   IPMS Schweiz   Sektion St. Gallen