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Ferrari F12 Berlinetta

1:24 von Fujimi

Das Original

Der F12 ist der Nachfolger des 599 GTB Fiorano. Die Premiere erfolgte anlässlich des Automobilsalon Genf im Jahre 2012. Die gestreckte Silhouette weckt Erinnerungen an den legendären Daytona: lange Schnauze, kurzes Heck. Der Motor wurde vom FF übernommen. Mit einem Hubraum von 6’262 ccm und einer Verdichtung von 13,5:1 hat er eine Leistung von 740 PS, ein Drehmoment von 690 Nm bei 6’000/min. Damit war das der leistungsstärkste Saugmotor. Die Kraftübertragung erfolgte in Transaxle-Bauweise auf die Hinterachse, das Doppelkupplungs-Schaltgetriebe mit 7 Gängen stammt ebenfalls aus dem FF. Im Gegensatz zum FF besitzt der F12 jedoch keinen zusätzlichen Vorderradantrieb. Der F12 beschleunigt in 3,1 Sek. von 0-100 und nach weiteren 5,4 Sek. erreichtr 200 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist über 340 km/h. Abgebremst wird der F12 mit Karbon-Keramik-Bremsen. Mit diesen Leistungen war er der schnellste und stärkste Serien-Ferrari aller Zeiten bis zu Einführung des La Ferrari.

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Das Modell

Das Modell des Ferrari F12 im Massstab 1:24 von Fujimi ist von guter Qualität und Passgenauigkeit. Es weist einen guten Detailierungsgrad auf. Der Bausatz ist ergänzt mit Photo Etched Detail-up Parts von Fujimi. Diese enthalten Äzteile (A-parts) für die Bremsscheiben, Kühlergrill und diverse Teile für das Interieur (z.B. Gurten). Die B parts enthalten Äzteile für das Armaturenbrett und die Embleme für die Karosserie. Leider sind die Embleme nicht von guter Qualität, so dass ich die Decals verwendet habe.
Die Bodenplatte und Aufhängungen sind einfach gehalten. Sehr schön detailliert sind die Radträger und Bremszangen. Die Bremsscheiben aus den Äzteilen tragen das Übrige dazu bei.

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Das Spritzen des mehrfarbigen Interieurs erforderte einiges an Abdeckarbeiten. Der Boden und das Gepäckabteil habe ich XF-1 (matt black) gespritzt. Die Mittelkonsole, die Rückwand, die Türverkleidung, die Sitze sowie die Unterseite des Armaturenbrettes habe ich in einem Beigeton, gemischt aus XF-2:2 + XF-59:1 (matt white + desert yellow) gespritzt. Das Lenkrad, der obere Teil des Armaturenbrettes und die Mulden in den Türverkleidungen sind XF-1 und X-18 (semi gloss black) gespritzt. Diverse Äzteile im Armaturenbrett, in den Türverkleidungen und im Gepäckabteil werten das Interieur auf.

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Bei der Karosserie habe ich zuerst den Motorraum mit 2 Farben, XF-1 und X-18 gespritzt. Im Bereich der seitlichen Luftkanäle war ein zusätzlicher Arbeitsgang notwendig. Zuerst habe ich den hinteren Teil der vorderen Kotflügel sowie die Innenseite der Luftleitbleche mit XF-2 und X-7 (red) gespritzt. Erst dann konnten die beiden Teile an der Karosserie befestigt werden. Die Karosserieteile inkl. Türen habe ich in mehreren Arbeitsgängen mit XF-2 grundiert und dann X-7 gespritzt. Zwischen den einzelnen Spritzvorgängen habe ich die Flächen mit Schleifpapier 4'000 bis 12'000 geschliffen. Vor dem weiteren Zusammenbau wurde die Karosserie mit X-22 (clear) lackiert. Nach längerer Trocknungszeit habe ich die Frontverkleidung und Frontscheinwerfer montiert und die Front- und Heckscheibe von innen befestigt. Bei den Lüftungsöffnungen in der Motorhaube und über den hinteren Kotflügeln habe ich Gittergewebe eingeklebt.
Danach konnte die Fahrgastzelle auf das Chassis gesetzt werden und die Karosserie relativ problemlos darüber aufgesetzt werden. Danach erfolgte der Einbau des Motors. Diesen habe ich zwischendurch zusammengebaut. Der Motor inkl. der Abgasanlage ist fein detailliert. Leider sieht man davon nach dem Einbau in den Motorraum nicht mehr viel
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Nun erfolgte der Einbau der Motorhaube und der Türen. Die Motorhaube kann geöffnet werden. Die Türen welche aus drei Teilen (Türblatt, Innenverkleidung und Seitenscheibe) bestehen können in geschlossener oder geöffneter Stellung befestigt werden. Die Fahrertüre habe ich festgeklebt, die Beifahrertüre kann entfernt werden. Zum Abschluss wurden die Aussenspiegel und der Kühlergrill, welcher aus Äzteilen besteht, befestigt.
Insgesamt gesehen ist der F12 ein attraktives Modell welches in der Endphase doch einige Tücken aufwies.

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Hansueli Keller                IPMS Schweiz                                        Sektion St. Gallen